Bei Lichte betrachtet, ist Künstliche Intelligenz auch nichts anderes als Software. Allerdings eine besondere: Einmal programmiert, wird sie von allein schlauer, ohne dass Entwickler Updates erstellen müssen. KI erkennt Muster und Zusammenhänge und wird im besten Falle mit jedem Datenhappen leistungsfähiger, ja selbständiger. An der Börse hat diese Aussicht auf schier unbegrenzte Möglichkeiten lange die Aktienkurse getrieben. Kein Wunder: KI wird Effizienzen heben, Produktentwicklung vorantreiben, die Kundenansprache revolutionieren, die Welt auf den Kopf stellen. Die KI-Welle wird allerdings auch Verlierer schaffen, nicht nur in der analogen Welt, auch in der digitalen. Diese Erkenntnis, langsam gewachsen, hat in den vergangenen Tagen für ein regelrechtes Börsenbeben gesorgt und selbst Softwareunternehmen mitgerissen.
