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03.01.2026
09:21 Uhr
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Russlands Universitäten werden zusehends zu Helfershelfern Putins. Studenten müssen Spionage-Apps installieren, Tarnnetze nähen und unter Aufsicht wählen. Ein Blick in ein System, das den freien Geist austreiben will.

Universitäten gelten seit je als wichtige Orte der Freiheit und Studenten als Motoren des Wandels. Das ist auch in Russland so, allerdings mit gewissen Nuancen. Schon Ende des 19. Jahrhunderts merkten die Behörden, dass Universitäten auch Zentren revolutionärer Ideen wurden, daher beschnitten sie die Autonomie der Hochschulen und banden sie ins staatliche System ein. Die Universität wurde zu einer Art Ministerium für die Kontrolle der studentischen Jugend, ein System, das sich über die Sowjetepoche und die demokratischen Neunzigerjahre hinweg nur wenig verändert hat. Doch in der neuen Putin-Realität, insbesondere nach Beginn der Großinvasion in die Ukraine, agieren die Universitäten immer häufiger wie Filialen der Polizei.
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