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26.11.2025
17:04 Uhr
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Zu enthüllend und deswegen schon zensiert, bevor er überhaupt verkauft werden konnte: Der Roman „Lemner“ des Stalinisten Alexander Prochanow besingt und entblößt zugleich Russlands Gewaltorgien.

Im sich dem Ende zuneigenden vierten Jahr von Russlands Großinvasion in die Ukraine hat die russische Literatur ein Opus hervorgebracht, das mit von der Zeitgeschichte inspirierten Helden, barocker Sinnlichkeit, märchenhaften Spezialeffekten und dem Schwelgen in Grausamkeiten den gewaltsamen Umbau des Landes feiert. Der 87 Jahre alte stalinistisch-imperialistische Schriftsteller Alexander Prochanow hat im Spätsommer seinen Roman „Lemner“ veröffentlicht, dessen Titelheld eine Fantasy-Version des vorbestraften Kriegsunternehmers und langjährigen Putin-Vertrauten Jewgeni Prigoschin ist.
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Freie Autorin im Feuilleton.
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