FAZ 02.03.2026
19:51 Uhr

(+) Rhetorik zu Iran: Wie Merz zur neuen Merkel wird


Noch letzten Sommer sprach der Kanzler salopp von „Drecksarbeit“, jetzt vermeidet er zugespitzte Worte zum Irankrieg und betreibt rhetorischen Eskapismus. Die Ohnmacht der Bundesregierung ist offenkundig.

(+) Rhetorik zu Iran: Wie Merz zur neuen Merkel wird

Montag früh hatte Johann Wadephul endlich wieder einmal sicheren Boden unter den Füßen. „Die Bundesrepu­blik hat definitiv nicht die Absicht, sich irgendwie zu beteiligen“, sagte der Außenminister im Deutschlandfunk auf die Frage, ob Deutschland am Irankrieg an der Seite der USA und Israels teilnehmen werde.

Deutschland will sich „definitiv“ nicht am Irankrieg beteiligen. Der britische Premierminister Starmer wollte das auch nicht – steuerte dann aber um. US-Präsident Trump war „sehr enttäuscht“ von der Blockade.

Bei „Hart aber fair“ wird die Hoffnung auf einen raschen Sturz des Mullah-Regimes in Iran nach dem Tod des verhassten Ajatollahs von einem Diskutanten besonders infrage gestellt.

Wolfram Weimers Vorgehen gegen drei Buchläden stößt auf breiten Widerstand. Nun droht die kollektive Ablehnung des Deutschen Buchhandlungspreises. Was wirft man den Buchhändlern eigentlich vor?

Stellvertretender Ressortleiter im Feuilleton.

Schlagworte: