Als vor gut zwei Wochen Zehntausende junge Flüchtlinge innerhalb kürzester Zeit von Marokko aus schwimmend in die spanische Exklave Ceuta eindrangen, dachten bei den beeindruckend beängstigenden Bildern von über Leichen schwimmenden jungen Männern wahrscheinlich nicht wenige an Titel und These des französischen Autors und Polit-Aktivisten Renaud Camus. „Le Grand Remplacement“ – „Der große Austausch“. Ursprünglich der Titel einer Rede aus dem Jahr 2010, spitzt der Begriff die Frage nach der demographischen Zukunft der überalternden, von Immigration geprägten europäischen Gesellschaft zu. Er erklärt die Krise zum Komplott und vertritt die Vorstellung, etwa gebürtige Franzosen könnten durch die Absicht einer multi-kulturalistischen Elite in baldiger Bälde entweder verschwinden oder zumindest zur Minderheit im eigenen Land werden.
