FAZ 28.11.2025
12:45 Uhr

(+) Reformstaatsvertrag: Bringt der neue Staatsvertrag für ARD und ZDF eine Reform oder nicht?


Am 1. Dezember tritt der Reformstaatsvertrag für ARD, ZDF und Deutschlandradio in Kraft. Welche Reformen bringt er, haben die Beitragszahler etwas davon? Wir stellen ein paar Leitfragen.

(+) Reformstaatsvertrag: Bringt der neue Staatsvertrag für ARD und ZDF eine Reform oder nicht?

Am 8. August 2022 trat Patricia Schlesinger als Intendantin des RBB zurück, nachdem sie bereits vorher den ARD-Vorsitz niedergelegt hatte. Über Wochen berich­teten die Medien von Misswirtschaft beim Rundfunk Berlin-Brandenburg, von Verschwendung und vom Verdacht persönlicher Vorteilsnahme. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk geriet in eine Legitimationskrise. Immer mehr Bürger äußerten Zweifel an der Notwendigkeit und Höhe des Rundfunkbeitrages. In einer Umfrage von „Bild“ Anfang 2023 lehnten 78 Prozent der Befragten eine weitere Beitragserhöhung ab. Die zunehmende öffentliche Ablehnung des zwangsfinanzierten Rundfunksystems drängte die Bundesländer zum Handeln. Am 22. September 2022 betonte die Rundfunkkommission der Länder, „dass die aktuellen Vorfälle in ein­zelnen ARD-Rundfunkanstalten geeignet sind, dem gesamten öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu schaden.“ Zugleich forderten die Ministerpräsidenten „finanzwirksame Selbstverpflichtungserklärungen der Sender“. Dazu waren die Intendanten nicht bereit. So beschlossen die Länder im Januar 2023, einen Staatsvertrag zu erarbeiten, der die Sender zu Reformen zwingt.

Zum 100. Geburtstag des Filmemachers Claude Lanzmann macht das Jüdische Museum Berlin erstmals das Audio-Archiv zu Lanzmanns epochalem Dokumentarfilm „Shoah“ zugänglich.

Bei Maybrit Illner diskutiert ein halbes Dutzend Gäste über Trumps Plan für die Ukraine. Die Debatte liefert Erkenntnisse über den Zustand des Westens.

Der Künstler Christian Marclay zeigt in der Neuen Nationalgalerie seinen großartigen 24-Stunden-Film „The Clock“.

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