FAZ 02.12.2025
21:46 Uhr

(+) Reform von ARD und ZDF: Schluss mit lustig, frisch ans Werk!


Der Reformstaatsvertrag für ARD, ZDF und Deutschlandradio ist in Kraft. Jetzt sind die Intendanten gefordert. Sie haben viel zu tun. Viel muss sich ändern, damit gespart wird und die Akzeptanz für die Sender wieder steigt.

(+) Reform von ARD und ZDF: Schluss mit lustig, frisch ans Werk!

Am 1. Dezember ist der Staatsvertrag für die Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Kraft getreten. Nun liegt es bei den Rundfunkanstalten, die Veränderungsbefehle aufzugreifen und dadurch selbst wesentlich zur Steigerung ihrer in der Bevölkerung kontinuierlich sinkenden Akzeptanz beizutragen. Das jetzt umzusetzende Ergebnis darf als großer Wurf bezeichnet werden – auch wenn ich mir persönlich noch mehr gewünscht hätte. Viele meiner Reformimpulse der vergangenen Jahre sind aufgegriffen worden. Was mich mit Sorge erfüllt, ist, dass die Intendantinnen und Intendanten bisher nicht den Eindruck vermittelt haben, mit dem Inkrafttreten frisch ans Werk gehen zu wollen und hierfür gut vorbereitet zu sein. Sie erwecken den Eindruck, manche Vorgabe eher als unverbindliche Anregung statt als Gesetzesbefehl verstehen zu wollen.

Am 1. Dezember tritt der Reformstaatsvertrag für ARD, ZDF und Deutschlandradio in Kraft. Welche Reformen bringt er, haben die Beitragszahler etwas davon? Wir stellen ein paar Leitfragen.

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