FAZ 04.03.2026
06:45 Uhr

(+) Rainbow Coalition: Jesse Jacksons Vermächtnis


Ende der Woche wird der amerikanische Bürgerrechtler Jesse Jackson in Chicago beerdigt. Er prägte die Idee der „Rainbow Coalition“, die auch heute Demokraten inspirieren kann.

(+) Rainbow Coalition: Jesse Jacksons Vermächtnis

Vincent Chin war 27 Jahre alt, als er 1982 in Highland Park, Michigan, von zwei weißen Männern zu Tode geprügelt wurde. Die beiden Automobilarbeiter aus dem angrenzenden Detroit riefen rassistische Parolen, Chin war Amerikaner mit chinesischen Wurzeln. Der Fall wurde zu einem Meilenstein im Kampf gegen rassistische Gewalt – auch, weil der Bürgerrechtler Jesse Jackson nach Michigan kam und den Hinterbliebenen seine Unterstützung zusagte. Es war einer dieser Momente, in denen Jackson, der in den Sechzigerjahren ein Vertrauter von Martin Luther King gewesen war, klarmachte, was er als seinen politischen Auftrag ansah: den Kampf für alle Benachteiligten, ungeachtet der Herkunft oder Hautfarbe.

Freiburg war mal ein Selbstläufer für die Grünen, aber seit 2018 regieren sie dort nicht mehr. Jetzt soll ausgerechnet eine abtrünnige Parteilinke das Rathaus zurückerobern.

Im Norden Mannheims leben noch immer viele Arbeiter. Vor der Wahl in zwei Wochen kämpfen die Sozialdemokraten hier verzweifelt um die Stimmen ihrer einstigen Stammwähler.

Von Idylle in den Bergen ist im „Landkrimi: Schnee von gestern“ keine Spur. Im Dorf mit dem sprechenden Namen „Inner Ainöd“ geht ein Mörder um. Die ermittelnden Kommissare stehen erst im Regen, dann in der Traufe.

Feuilletonkorrespondentin in New York.

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