FAZ 10.02.2026
09:19 Uhr

(+) „Räum dein Zeug auf!“: Mein Partner ist unordentlich – muss ich das akzeptieren?


Die Socken liegen auf dem Boden, auf dem Küchentisch stapelt sich die Post: Ein unterschiedliches Bedürfnis nach Ordnung kann zur Beziehungskrise führen. Wie lässt sich das lösen?

(+) „Räum dein Zeug auf!“: Mein Partner ist unordentlich – muss ich das akzeptieren?

Da ist die Sache mit dem Schlüsselbrettchen. Eigentlich, sagt Svenja Köhler, ist dieses Schlüsselbrettchen für Schlüssel gedacht. Damit die nicht überall rumfliegen in der Wohnung. Ihr Partner und sie haben das Brettchen gemeinsam angeschafft, sie haben es gemeinsam im Flur installiert, aber jetzt ist die Vierundfünfzigjährige genervt: „Darauf liegen nicht nur unsere Schlüssel, sondern auch seine Kreditkarten, seine Handschuhe, Taschentücher. Irgendwas liegt da immer. Er fängt eine Sache an, und dann lässt er das, was er angefangen hat, liegen und geht ans Nächste.“

Die Bereitschaft zur Artikulation ästhetischen Missfallens schwindet, bestätigt eine neue Studie über die Musikvorlieben der Amerikaner. Aber ist das nun Toleranz oder Indifferenz?

Das Völkerrecht der Nachkriegszeit gibt es nicht mehr. Die EU kann aus der Not eine Tugend machen und hohe Standards auch jenseits etablierter Partnerschaften vereinbaren und durchsetzen.

Wenn die Eltern Pflege brauchen, müssen sich Geschwister abstimmen – auch wenn das Verhältnis nicht das beste ist. Wie kann das gelingen?

Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.