FAZ 25.11.2025
22:21 Uhr

(+) Putins Kriegserzählungen: Mit Washington als Echokammer


Putin nährt Illusionen über Russlands Erfolge in seinem Krieg gegen die Ukraine. Donald Trump und seine Leute greifen sie immer wieder auf.

(+) Putins Kriegserzählungen: Mit Washington als Echokammer

Immer wieder fallen rhetorische Paarläufe der Regierung des amerikanischen Präsidenten Donald Trump mit dem Regime des russischen Herrschers Wladimir Putin auf. Auch jetzt wieder, da Washington Druck auf Kiew und seine europäischen Verbündeten ausübt, um Trumps sogenannten Friedensplan voranzubringen, der den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine beenden soll.

Kiew und Washington loben ihre Gespräche. Von einer Deadline bis Donnerstag und einem 28-Punkte-Plan ist keine Rede mehr. Russland setzt seinen Krieg unvermindert fort.

Europäer und Ukrainer zeigen sich nach den Genfer Verhandlungen optimistisch – und fühlen sich von US-Außenminister Rubio gehört. Moskau dagegen setzt auf Trumps alten Plan.

Der US-Sondergesandte Witkoff steht in der Kritik, weil er Moskau Tipps zum Umgang mit Trump gegeben haben soll. Die dürfte Putin aber gar nicht nötig haben.

Politischer Korrespondent für Russland und die GUS.

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