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04.01.2026
08:23 Uhr
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Im Internet ist Wut zum Geschäftsmodell geworden – die Rede ist auch von „Rage Bait“. Warum verfangen diese Inhalte so gut? Und was hilft, um nicht in die Empörungsfalle zu tappen?

Die antike Stätte Palmyra ist von der Terrormiliz Islamischer Staat mehrfach zerstört worden. Nun soll ein britisch-französischer Angriff ganz in der Nähe stattgefunden haben. (Foto: (Foto: Ammar Safarjalani/XinHua via dpa))
Wut zählt wohl zu den stärksten Emotionen des Menschen. Sie kann zu Höchstleistungen anspornen. Geht man falsch mit ihr um, kann sie auf Dauer aber auch ungesunden Stress verursachen. Der britische Universitätsverlag Oxford University Press kürte jüngst das Internet-Phänomen „Rage Bait“ zu seinem Wort des Jahres 2025. Gemeint sind damit Onlineinhalte, die bewusst darauf abzielen, andere Menschen zu provozieren, um Aufmerksamkeit und Klicks zu generieren. Das Netz ist mittlerweile voll von diesen „Wutködern“. Als gäbe es in der analogen Welt nicht schon Ärger genug. Der verpasste Anschlusszug, der Arbeitskollege, der mehr Arbeit schafft als erledigt, Trödler an der Supermarktkasse oder Drängler auf der Autobahn. Es sind oft Kleinigkeiten, die großes Aufregungspotential bieten. Spätestens wenn Wut zum Geschäftsmodell wird, ist es allerhöchste Zeit, es im neuen Jahr entspannter anzugehen. Wer das Jahr des „Rage Bait“ hinter sich lassen möchte, muss allerdings verstehen, wie er funktioniert.
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