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30.11.2025
14:01 Uhr
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Seine Amtsvorgänger Franziskus und Benedikt hatten bei Besuchen der Moschee sichtbar gebetet. Respekt zeigt der neue Papst auf andere Weise.

Drei Stunden nach dem Besuch des Papstes in der Blauen Moschee in Istanbul veröffentlichte der Vatikan eine Mitteilung, in der es hieß, Leo XIV. habe dort zu „einem kurzen Moment des Gebets“ innegehalten. Später wurde die offenbar versehentlich verschickte Stellungnahme zurückgezogen. Denn während seines 20-minütigen Aufenthalts hatte der Papst zumindest nicht sichtbar gebetet – im Unterschied zu seinen beiden Amtsvorgängern Franziskus und Benedikt XVI.
Auf seiner ersten Auslandsreise besucht Papst Leo XIV. gleich zwei muslimisch geprägte Länder: die Türkei und Libanon. Dabei will er vor allem an die Christen appellieren. Vor Ort dominieren unterschiedlichste Konflikte.
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Politische Korrespondentin für die Türkei, Iran, Afghanistan und Pakistan mit Sitz in Istanbul.
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