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05.03.2026
06:24 Uhr
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Die iranische Insel Kharg ist ein gewaltiges Ölterminal. Nimmt man sie ein, fließt praktisch kein Tropfen mehr aus dem Land. Schon in der Carter-Ära wurde diskutiert, Kharg zu besetzen. Jetzt findet die Idee neuen Zuspruch.

Als iranische Studenten am 4. November 1979 die amerikanische Botschaft in Teheran überfielen und 66 Botschaftsangehörige als Geiseln nahmen, sann die Regierung von Präsident Jimmy Carter fieberhaft über eine angemessene Reaktion nach. Ein kampflustiger Marineoffizier im Büro des Chief of Naval Operations namens James „Ace“ Lyons, der später Kommandeur der Pazifikflotte wurde, entwarf einen Plan: Marinesoldaten – gedeckt durch die Luftmacht von Flugzeugträgern – sollten die zentrale iranische Insel Kharg einnehmen.
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Die Preise für Öl und Gas steigen deutlich. Der Hauptexporteur von Flüssiggas, Qatar, fällt vorerst aus. Je länger der Krieg dauert, desto härter könnte es Europa treffen.
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Wirtschaftskorrespondent in Washington.
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