FAZ 22.01.2026
06:53 Uhr

(+) Nur 14 Cent mehr pro Monat: Stimmt was mit der Berechnung des Rundfunkbeitrags nicht?


Die Beitragskommission KEF will die Erhöhung des Rundfunkbeitrags mildern: Statt 58 gäbe es für ARD und ZDF monatlich 14 Cent mehr. Politiker, die ARD und ZDF für reich genug halten, sehen sich bestätigt. Was ist da los?

(+) Nur 14 Cent mehr pro Monat: Stimmt was mit der Berechnung des Rundfunkbeitrags nicht?

Im Februar wird es in Sachen Rundfunkbeitrag wieder spannend. Dann veröffentlicht die Beitragskommission KEF ihren 25. Bericht. Es ist ein sogenannter Zwischenbericht, der immer zwei Jahre nach der Berechnung einer weiteren Erhöhung des Rundfunkbeitrags erscheint. Diesmal fällt der Zwischenbericht aus dem Rahmen. Er enthält eine neue Empfehlung für die Höhe des Rundfunkbeitrags in den Jahren 2027 und 2028. Erstaunlich ist, dass die Erhöhung für diese zwei Jahre viel geringer ausfallen soll als ursprünglich vorgesehen. Nun soll der Zuwachs 14 Cent monatlich betragen, bezogen auf die vierjährige Beitragsperiode von 2025 an. Im Februar 2024 hatte die KEF noch gesagt, der monatliche Rundfunkbeitrag müsse von 18,36 auf 18,94 Euro steigen, also um 58 Cent Monat für Monat, vier Jahre lang. Jetzt reduziert sich der angeblich nicht gedeckte „Finanzbedarf“ der öffentlich-rechtlichen Sender plötzlich auf ein Viertel der ursprünglich veranschlagten Summe.

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