|
12.02.2026
10:28 Uhr
|
Ein Sturz aus großer Fallhöhe: Wieso hat sich eine politisch-moralische Autorität wie der Star-Linguist Noam Chomsky auf Jeffrey Epstein eingelassen?

Wir waren nachlässig, erklärte Valeria Chomsky dieser Tage in einem schriftlichen Statement. Sie und ihr Ehemann Noam Chomsky hätten seine, Jeffrey Epsteins Vergangenheit nicht gründlich recherchiert. „Das war ein schwerer Fehler, und für dieses Fehlurteil entschuldige ich mich in unser beider Namen. Noam hat mir vor seinem Schlaganfall 2023 gesagt, dass er es genauso sieht.“ Die Klarstellung trägt den hermeneutischen Makel, nicht genau zu wissen, was sie wert ist. Wird hier eine Ausrede fabriziert, weil man auch ohne gewaltigen Recherche-Aufwand hätte wissen können, bei wem man dran ist? Aus den Epstein-Akten spricht ein salopp-einvernehmliches Verhältnis zwischen Noam Chomsky und Jeffrey Epstein.
Leon Engler versteht es, noch dem Ernstesten etwas Witziges abzugewinnen: Sein Erzähldebüt „Botanik des Wahnsinns“ ist ein großer Psychiatrieroman.
„Die Scham muss die Seite wechseln“ heißt das Buch von Gisèle Pelicot. Darin legt sie Zeugnis ab – von dem Prozess gegen ihre Vergewaltiger, von ihrem Leben davor und danach. Exklusiver Auszug aus einem Dokument von beeindruckender Selbstbehauptung.
Mahnaz Mohammadi ist eine der mutigsten Stimmen des iranischen Widerstands. Diese Woche feiert ihr Film „Roya“ Premiere auf der Berlinale. Ein Gespräch über das westliche Iran-Bild – und den Kampf der Opposition.
Redakteur im Feuilleton.
Schlagworte: