FAZ 23.01.2026
16:02 Uhr

(+) Neuer Film von Simon Verhoeven: Die Leiden des jungen Joachim


Ist es besser, stabile oder seltsame Eltern zu haben? Simon Verhoeven bringt Joachim Meyerhoffs Bestseller „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ ins Kino. Mit dabei: seine Mutter Senta Berger.

(+) Neuer Film von Simon Verhoeven: Die Leiden des jungen Joachim

Als Friedrich Schiller 1803 in seinem Gedicht „An die Freunde“ von den Brettern schrieb, „die die Welt bedeuten“, war es damals auch schon üblich, von einem „Brett vor dem Kopf“ zu sprechen, wenn jemand ein wenig langsam von Begriff war? Geflügelte Worte und Redensarten drängen sich im Gehirn gern vor, und so könnte man eine erste Inhaltsgabe des Films „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ von Simon Verhoeven so formulieren: Ein junger Mann namens Joachim träumt von den Brettern, die die Welt bedeuten. Er hat aber noch ein Brett vor dem Kopf, denn er weiß weder genau, warum er sich für die Kunst des Schauspiels berufen fühlt, noch, wie er sich zu den Angeboten seiner Lehrer verhalten soll. Mit einer weiteren Redensart könnte man sagen: Er muss darauf warten, dass ihm der Knopf aufgeht. Oder der Kopf? Das Herz?

Um Menschen von damals so darzustellen, dass wir sie heute verstehen, braucht es mehr als derbe Umgangssprache: In Hamburg kann man an zwei Premierenabenden miterleben, was das heißt. Im Guten wie im Schlechten.

Die Psychologie des Reichtums erklärt, was großer Wohlstand aus Menschen macht – und warum ein prall gefülltes Konto zum Verhängnis werden kann. Leben Normalverdiener womöglich zufriedener als die Superreichen?

Er lernte von den Großen, entdeckte früh „seine“ Schauspieler und inszenierte in nahezu allen großen Häusern: Zum Tod des Regisseurs Dieter Giesing.

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