Als Friedrich Schiller 1803 in seinem Gedicht „An die Freunde“ von den Brettern schrieb, „die die Welt bedeuten“, war es damals auch schon üblich, von einem „Brett vor dem Kopf“ zu sprechen, wenn jemand ein wenig langsam von Begriff war? Geflügelte Worte und Redensarten drängen sich im Gehirn gern vor, und so könnte man eine erste Inhaltsgabe des Films „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ von Simon Verhoeven so formulieren: Ein junger Mann namens Joachim träumt von den Brettern, die die Welt bedeuten. Er hat aber noch ein Brett vor dem Kopf, denn er weiß weder genau, warum er sich für die Kunst des Schauspiels berufen fühlt, noch, wie er sich zu den Angeboten seiner Lehrer verhalten soll. Mit einer weiteren Redensart könnte man sagen: Er muss darauf warten, dass ihm der Knopf aufgeht. Oder der Kopf? Das Herz?
