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08.02.2026
17:19 Uhr
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Man könnte neidisch werden: Während das Deutsche Fotoinstitut nicht vorankommt, erfindet sich das Nederlands Fotomuseum neu und bezieht in Rotterdam ein Lagerhaus der Jahrhundertwende.

Vielleicht sollte die deutsche Kulturpolitik sich zumindest ab und zu von der hingebungsvoll betriebenen Beschäftigung mit sich selbst frei machen und einen Blick über die Landesgrenzen werfen. In den Niederlanden zum Beispiel ließe sich verfolgen, wie man nationale Kulturinstitutionen aufbaut, pflegt und mit Leben füllt, wie man ikonische Bestandsgebäude dem Denkmalschutz zum Trotz neuen Zwecken zuführt, ohne dass es gleich mehrere Hundert Millionen Euro kostet, und lernen ließe sich auch, dass nicht nur Geld, sondern auch Zeit zu jenen Ressourcen gehört, die nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen.
Die Journalistin Ece Temelkuran floh vor Erdoğan aus der Türkei, 2023 kam sie nach Deutschland. Sie schreibt über die bittere Erfahrung des Exils und warnt vor dem Heimatverlust der Menschen.
Tanz die Transzendenz: Die katholische Kirche versucht sich zu verjüngen. Und eine Haltung zum digitalen Raum zu entwickeln. Sogar ein „DJ des Papstes“ legt jetzt neue Töne auf. Wird die Institution auch diesen Trend überdauern?
Barbara Eckle setzt als neue Intendantin der Opéra Lille aufs Wagnis. Derzeit glänzt in Leoš Janáčeks „Die Sache Makropoulos“ vor allem die litauische Sopranistin Aušrinė Stundytė.
Feuilletonkorrespondent für Nordrhein-Westfalen mit Sitz in Essen.
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