|
20.12.2025
19:27 Uhr
|
82 Jahre, mehr als tausend Namen in den Gästebüchern: Der Stammtisch der NS-Verfolgten in New York war ein Ort generationenübergreifender Freundschaft – jetzt hat er sich aufgelöst. Eine Reportage über Erinnerung und Abschied.

„Damit ist der letzte Stammtisch eröffnet.“ Thomas Strasser lässt eine kleine Messingglocke klingeln. In seiner Wohnung in Inwood, am äußersten nördlichen Zipfel von Manhattan, haben sich knapp zehn Gäste eingefunden, dazu ein Reporter der „New York Times“ und ein Fotograf. Am Zoom-Bildschirm sind es mehr als dreißig Teilnehmer, in Deutschland, Österreich, Israel und in Jamaika. Sie, wir wollen uns von dem berühmten Stammtisch der NS-Verfolgten und Holocaust-Überlebenden verabschieden, den es seit 1943 gab. Thomas kommt ursprünglich aus Salzburg und unterrichtet Physik am äußersten südlichen Zipfel von Manhattan. Eine Ära gehe zu Ende, sagt der Einundfünfzigjährige, und ein wichtiger Teil seines Lebens.
Am 7. Oktober filmte die Hamas ihr eigenes Massaker. Macht man sich mit den Terroristen gemein, wenn man die Aufnahmen zeigt? Der Filmwissenschaftler Tobias Ebbrecht-Hartmann widerspricht – auch wegen der Schoa.
Pier Paolo Pasolini versuchte in den 1960ern, den Marxismus durch die „furchteinflößende Kraft Christi“ zu erneuern. Nun liegen seine Dialoge mit einfachen Leuten aus ganz Italien vor. Worüber haben sie gesprochen?
Der „Landkrimi“ aus Kärnten zeigt die Einsamkeit in einem Dorf, in dem es keine Gemeinsamkeit mehr gibt. Der Postbote findet eine Tote, sechs weitere ältere Menschen sind schon gestorben. Wie es scheint, hilft da jemand nach.
Feuilletonkorrespondentin in New York.
Schlagworte: