Stell dir vor, es ist Krieg und du kannst nicht verweigern. Was wäre dann? Zunächst einmal: trotzdem Krieg. „Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin. Dann kommt der Krieg zu euch! Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und lässt andere kämpfen für seine Sache, der muss sich vorsehen: Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage.“ Mit diesem, bis auf den ersten Satz, Brecht-Zitat ist die Ausweglosigkeit, ja geradezu die Tragik einer Lage in einem Film umrissen, den man als den Film zur „Zeitenwende“ (Exbundeskanzler Scholz) bezeichnen kann: „Morgen war Krieg“, das Langfilm-Debüt von Nicolas Ehret, das früher hätte kommen können, aber auch nicht zu spät kommt, denn der Ukrainekrieg dauert an.
