FAZ 27.05.2026
06:50 Uhr

(+) Militär-Kakerlaken: Aufklärung auf sechs Beinen


Stefan Wilhelm verwandelt lebende Kakerlaken in militärische Sensoren. Sein Unternehmen SWARM Biotactics ist in Kassel eingetragen, doch ein Teil der Belegschaft arbeitet in Kalifornien. Mit der Bundeswehr läuft bereits ein bezahltes Projekt.

(+) Militär-Kakerlaken: Aufklärung auf sechs Beinen

San Diego, Marinestadt am Pazifik, einer der größten Stützpunkte der amerikanischen Marine. In einem Labor auf dem Innovationscampus der Universität krabbelt eine Madagaskar-Fauchschabe über den Tisch. Gut sechs Zentimeter lang ist das Tier, auf dem Rücken trägt es einen wenige Gramm schweren Rucksack: Kamera, Elektroden, Funkmodul. Mitte Dezember zeigte die amerikanische Reportagereihe „60 Minutes“ dieses Bild einem Millionenpublikum. Die Firma dahinter heißt SWARM Biotactics und ist im hessischen Kassel eingetragen. Ihr Chef aber lebt seit einem Jahrzehnt an der amerikanischen Westküste.

Eine Studie der Europäischen Investitionsbank zeigt erstmals kausal, wie KI-Adoption die Arbeitsproduktivität steigert – ohne Beschäftigung zu kosten. Die Gewinne hängen stark von Investitionen in Software und Weiterbildung ab.

Die Fehlerquote der Sprachmodelle sinkt rasant, doch verschwunden sind Halluzinationen nicht. Wer die richtigen Methoden kennt und einen klaren Arbeitsprozess etabliert, kann die Zuverlässigkeit der Ergebnisse aber erheblich steigern.

Eine Befragung von 750 Finanzvorständen zeigt: Künstliche Intelligenz steigert die Produktivität bereits messbar. Die Effekte schlagen sich aber erst im Folgejahr in höheren Umsätzen nieder.

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