FAZ 03.03.2026
06:36 Uhr

(+) Merz und Atomwaffen: Über die deutsche Bombe nachdenken


Friedrich Merz vergisst, dass Deutschland Akteur ist und versuchen kann, im Rahmen des Rechts seine Probleme zu lösen. Das gilt auch für deutsche Atomwaffen.

(+) Merz und Atomwaffen: Über die deutsche Bombe nachdenken
Ein Femizid, das ist die Tötung von Frauen aus frauenfeindlichen Motiven. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Gut, dass der Bundeskanzler unsere Verbündeten nicht belehren will. Auch gut, wenn er versucht, sie zu verstehen. Gerade dann, wenn sich diese Verbündeten zum Teil gar nicht so viele Gedanken wie er über das Völkerrecht machen – was nicht heißen muss, dass sie es ignorieren. Merz sprach mit Blick auf den Irankrieg vom Dilemma, dass mit völkerrechtlichen Maßnahmen, die immer wieder versucht worden seien gegen ein Regime, das atomar aufrüste und das eigene Volk unterdrücke, „offensichtlich nichts zu bewirken ist“. Da ist etwas dran, auch wenn man nicht vergessen darf, dass Deutschland auch Akteur ist, also Handlungen und Entscheidungen vorantreiben und den Versuch unternehmen kann, Probleme im Rahmen des Völkerrechts zu lösen.

Trump empfängt Bundeskanzler Merz zum dritten Mal im Weißen Haus. Der Irankrieg steht dabei im Vordergrund – und könnte andere wichtige Themen überlagern.

Deutschland will sich „definitiv“ nicht am Irankrieg beteiligen. Der britische Premierminister Starmer wollte das auch nicht – steuerte dann aber um. US-Präsident Trump war „sehr enttäuscht“ von der Blockade.

AfD, Linke und das BSW sehen den Angriff auf Iran kritisch. Doch die Gründe dafür sind unterschiedlich.

Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. PRO Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

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