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01.12.2025
16:29 Uhr
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In „Martin liest den Koran“ will ein Attentäter von einem Islam-Professor hören, dass sein geplantes Massaker gerechtfertigt sei. Die Bombe ist schon scharf. Ein quälender Disput beginnt. Das Drehbuch gewann den deutschen Filmpreis. Verfilmt hätte man es so aber besser nicht.

Irgendwann hauen sich in den hundert strapaziösen, debattenlastig und hochkünstlich inszenierten, dazu von einer Kamera mit verrücktem Eigenleben aufgezeichneten Filmminuten des Zwei-Personen-Stücks „Martin liest den Koran“ Martin Harirat (Zejhun Demirov) und der Islamwissenschaftler Professor Neuweiser (Ulrich Tukur) in der Universität Suren des Korans um die Gesichter wie Ohrfeigen.
Die ARD-Korrespondentin Sophie von der Tann erhält den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis. Dabei steht sie stellvertretend für die verzerrte Berichterstattung über den Nahostkonflikt, die uns ARD und ZDF bieten. Die Sender bilden sich darauf sogar etwas ein.
Humorvoll, phantastisch, ernst: Die neuen CDs zu Weihnachten bieten Kitsch mit Kuba-Flair, Nussknacker mit Saxofon und fromme Strenge alter Schule.
In Berlin-Neukölln brodelt es. Der Bürgermeister hört auf, ein Schulleiter warnt vor seiner Ermordung, die Integrationsbeauftragte will keine Interviews mehr geben. Die politische Instrumentalisierung ist in vollem Gange. Aber was sagen die Neuköllner?
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