Mustafa hat uns im Alten Souk von Al Kabir zuckersüßen Schwarztee für 25 Cent ausgeschenkt und Himanshu in einem goldglitzernden Pavillon auf der megalomanischen Jumeirah-Palme einen staubtrockenen Dom Pérignon zum viertausendeinhundertfachen Preis. Im tiefsten Gewürzbasar haben wir auf einem Plastikschemel Schulter an Schulter mit Tagelöhnern ein Anda-Parotta-Sandwich für anderthalb Euro gegessen und in der wiedererstandenen Mythenstadt Atlantis zwischen lauter Meerjungfrauen ein sechzehngängiges Degustationsmenü für das Dreihundertdreiunddreißigfache. Wir sind in einem Wohnzimmer auf eine kulinarische Rucksackreise zu den Küsten aller Kontinente und in einer Geheimküche auf eine Luxustour zu den Schären Schwedens mitgenommen worden. Und leichtfertig vielleicht haben wir in der Ali-Baba-Höhle des Spezereihändlers Shabaz das Angebot ausgeschlagen, uns eine persönliche Wunderkräutermischung für die ewige Gesundheit zusammenstellen zu lassen. Das alles haben wir innerhalb kürzester Zeit in ein und derselben Stadt erlebt – ohne jemals das Gefühl gehabt zu haben, die Welten wechseln zu müssen, weil das eine ganz selbstverständlich zum anderen gehört, aber eins nach dem anderen.
