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21.11.2025
22:44 Uhr
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Der Trost, den gute Bücher spenden: Der aus Israel stammende Regisseur Eran Riklis hat den mehr als zwanzig Jahre alten Bestseller „Lolita lesen in Teheran“ von Azar Nafisi verfilmt.

Als „Lolita lesen in Teheran“ im vergangenen November in Italien in die Kinos kam, galt er als passender Film zur rechten Zeit. Der Krieg zwischen Israel und Iran war gerade abermals entflammt, und wie das so ist, wenn politische Aktualitäten die nach jahrelanger Arbeit fertig gewordenen Werke rechts überholen, ließ sich der Film von Eran Riklis wenn schon nicht als Kommentar zu den Ereignissen, so doch als Einblick in ein Land anschauen, hinter dessen verschlossenen Grenzen – sich eigentlich was genau abspielt?
Es gibt keinen Grund, mitleidig auf die USA zu schauen: Die Wissenschaftsfreiheit ist nicht nur durch die Regierung Trump gefährdet. Die Standards müssen in einer internationalen Anstrengung verteidigt werden.
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Redakteurin im Feuilleton.
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