FAZ 20.11.2025
22:12 Uhr

(+) Literatur als Emanzipation: Im Säurebad der proustschen Prosa


Laure Murat blickt in „Proust – Familienroman“ auf ihre durch Romanlektüre ermöglichte Emanzipation von der eigenen Adelsfamilie. Mit Hilfe der Literatur lässt sich das Leben zurückgewinnen.

(+) Literatur als Emanzipation: Im Säurebad der proustschen Prosa

Im Grunde ist Marcel Proust den meisten fern, selbst den wenigen, die ihn gelesen haben: Wer kann sich schon in einem Salonlöwen der Belle Époque wiedererkennen oder in einem Schrift­steller, der bettlägerig dem Tod Tausende Seiten abgerungen hat? Dennoch stellt Proust Nähe her, vielleicht durch den Umfang seiner „Suche nach der verlorenen Zeit“, welche die Intimität eines längeren Zusammenlebens erzwingt, oder durch ihren Blick hinter die Kulissen, der uns zu Komplizen macht. Wie dem auch sei, es heißt oft, Proust habe das eigene Leben verändert.

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