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24.01.2026
11:44 Uhr
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Oper ist weder Netflix noch „Tagesschau“. Wir brauchen ein neues Regietheater, das die Bühne entrümpelt, um der Partitur zur vollen Wirkung zu verhelfen.

Im Oktober 1989 machte der Frankfurter bad boy of music, Eckard Henscheid, seiner Enttäuschung Luft, dass noch keiner der damaligen Topregisseure das „Pekinger Massaker vom Platz des Himmlischen Friedens“ in die „hochaffine Blutbad-Thematik“ von Giacomo Puccinis „Turandot“ eingewoben habe: Das eine habe mit dem anderen nichts zu tun? „Aber, Regietheater, das hat Dich doch von der Hitlerisierung der ‚Meistersinger‘ bis zur Neuenfels’schen Frankfurter Auschwitzisierung von Verdis ‚Aida‘ noch nie gejuckt.“
Klaus Zehelein machte Frankfurt und Stuttgart zu Zentren eines kontrovers diskutierten, heftig attackierten Musiktheaters. Seine Autobiographie zeigt, wie Qualität entsteht, wenn Kunst sich dem schnellen Zugriff entzieht.
Die Arktis wird zur geopolitischen Krisenregion. Gegenwärtig rechnet man in Lappland mit militärischen Bewegungen Russlands. Ein Gespräch mit mit Atle Staalesen und Olesia Krivtsova von „The Barents Observer“ in Kirkenes.
Die Philosophin Mariam Schaub hat sich auf eine Reise durch 2500 Jahre Geschichte der Radikalität begeben: von Sokrates, über die RAF bis zu den Klima-Klebern. Was haben alle gemeinsam?
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