FAZ 10.12.2025
20:45 Uhr

(+) Kulturhauptstadt Europas: Chemnitz konnte es


Stolz und ein wenig verzagt: Chemnitz blickt auf das Jahr als Kulturhauptstadt zurück – und fragt sich, wie sich der große Erfolg fortschreiben lässt.

(+) Kulturhauptstadt Europas: Chemnitz konnte es

„Da war diese Installation ‚Ersatzteillager‘ von Martin Ma­leschka im Fahrzeugmuse­um: über 1000 Stücke, die er sich von Garagenbesitzern geholt und neu zusammengestellt hat. Ich stand zwischen ungefähr 20 Männern dieser typisch sächsischen, etwas maulfaulen Art, wo das höchste der Gefühle etwas in der Art von ‚Was solldn das hier nu?‘ ist. Dann fing einer an mit einem Trabi-Vergaser, auf den er zeigte, und irgendwelchen Problemen und Lösungen, die er damit hatte. Und nun ging es los: Wartburg, MZ und Schwalbe, Scheinwerfer, Reifen und und und – zwanzig Menschen, die bis dahin überhaupt nichts miteinander zu tun hatten, kamen ins Erinnern und Reden. Das war eine von diesen Begegnungen, bei denen mir ein Licht aufgegangen ist, was Chemnitz 2025 außer großen Ausstellungen und Massenevents auch noch sein kann.“

Viel mag er, aber drei Dinge nicht: Das Horst-Janssen-Museum in Oldenburg zeigt eine Werkschau des Cartoonisten Christoph Niemann.

Zum ersten Mal in Deutschland: Dachau zeigt die Malerei des slowenischen Impressionismus – und untersucht, welche Rolle dabei die Begegnung mit den örtlichen Künstlern spielte.

„Breaking Bad“ auf Finnisch: Die Serie „Queen of Fucking Everything“ zeigt, dass Frauen nicht besser als Männer sind, aber dabei viel charmanter.

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