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01.12.2025
13:02 Uhr
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Künstliche Intelligenz ist unkontrollierbar – und dennoch delegiert der Mensch immer mehr Aufgaben an sie. Der Philosoph Roberto Simanowski analysiert die neuen Sprachmaschinen und zeigt, was auf dem Spiel steht.

Der Abgleich von Mensch und Maschine, das Vergleichen von Fähigkeiten, auf die wir uns etwas zugutehalten, mit ihren maschinell erzeugten Simulationen, hat eine lange Geschichte. Er blieb aber selbst dann noch eine eher spielerische, literarische Verarbeitungen in allen Gestalten anziehende Sache, als die Zahnrädchen und auch die Röhren schon hinter dem Horizont der Technikgeschichte verschwunden waren. Gut, die Rechner rechneten mit ihren Chips nun immer schneller, aber diese Überlegenheit einzugestehen, damit fiel uns kein Stein aus der Krone. Es passte ja auch genau in die dafür gern bemühte Fortschrittserzählung: zeitraubende „mechanische“ Operationen konnte die Maschine übernehmen, dafür bleibe mehr Zeit für die wirklich menschlichen, kognitiv kreativen Angelegenheiten.
Die ARD-Korrespondentin Sophie von der Tann erhält den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis. Dabei steht sie stellvertretend für die verzerrte Berichterstattung über den Nahostkonflikt, die uns ARD und ZDF bieten. Die Sender bilden sich darauf sogar etwas ein.
Humorvoll, phantastisch, ernst: Die neuen CDs zu Weihnachten bieten Kitsch mit Kuba-Flair, Nussknacker mit Saxofon und fromme Strenge alter Schule.
In Berlin-Neukölln brodelt es. Der Bürgermeister hört auf, ein Schulleiter warnt vor seiner Ermordung, die Integrationsbeauftragte will keine Interviews mehr geben. Die politische Instrumentalisierung ist in vollem Gange. Aber was sagen die Neuköllner?
Verantwortlicher Redakteur für das Ressort „Neue Sachbücher“.
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