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11.12.2025
10:07 Uhr
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Litauens Sozialdemokraten sind ein Regierungsbündnis mit einer rechtsradikalen Partei von verurteilten Holocaust-Leugnern eingegangen. Dagegen organisiert die Künstlerszene des Landes Widerstand.

Im Zentrum für Zeitgenössische Kunst CAC in Vilnius diskutierte Anfang Dezember parallel ein Forum für demokratischen Widerstand und die Ausstellung „Glocken und Kanonen“, welche Rolle Kunst und Kultur in Zeiten von Krieg und Zersetzung spielen. Das Zentrum liegt unmittelbar an der im Mittelalter entstandenen Deutschen Gasse der litauischen Hauptstadt. In der Flucht der Straße steht das historische Rathaus. Dort hängt seit Anfang Dezember eine Gedenktafel, die an das Friedrich-Merz-Zitat zum Aufstellungsappell der in Litauen stationierten Bundeswehr-Panzerbrigade 45 im Mai 2025 erinnert: „Die Sicherheit Litauens ist unsere Sicherheit. Der Schutz von Vilnius ist der Schutz von Berlin.“
Der Filmregisseur Yorgos Lanthimos entwickelt für jedes Werk Räume, die seinen durchtriebenen Zwecken perfekt entsprechen. Jetzt hat er einen solchen Raum für das Meisterwerk „Poor Things“ von Alasdair Gray geerbt, aber mit großem Mut und aller Kunst ganz neu eingerichtet.
In Japan wird mit Daisugi eine uralte Forstmethode gepflegt, um edelstes Holz zu produzieren: Auf „Mutterbäumen“ gedeihen makellose Zedern, die regelmäßig geerntet werden können. Aber die Tradition ist in Gefahr.
Stolz und ein wenig verzagt: Chemnitz blickt auf das Jahr als Kulturhauptstadt zurück – und fragt sich, wie sich der große Erfolg fortschreiben lässt.
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