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02.03.2026
20:13 Uhr
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Eine Kinokomödie aus Kroatien, die sich über nationalistische Klischees lustig macht, erobert den Balkan. Aber deutet das Lachen der Massen auch auf Einsicht hin?

Im vergangenen Sommer gab der nationalistische kroatische Sänger Marko Perković ein Konzert in Zagreb, das international Aufsehen erregte. Medien brachten Superlative in Stellung, um die Dimensionen zu verdeutlichen: Niemals in der Musikgeschichte seien für ein Konzert so viele Karten verkauft worden wie für das von Perković, der nach einer amerikanischen Maschinenpistole den Bühnennamen Thompson trägt. Eine Thompson war seine Waffe, die er als Freiwilliger im kroatischen Verteidigungskrieg gegen die serbische Aggression in den Neunzigerjahren trug, bevor er zu Kroatiens bekanntestem Blut-und-Boden-Barden wurde. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete von 450.000, das Management des Sängers sogar von mehr als 500.000 Menschen, die sein Zagreber Konzert hätten erleben wollen.
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Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.
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