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02.01.2026
06:38 Uhr
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Die Sparkassen sind ins Visier von Verbraucherschützern geraten. Der Vorwurf: Sie geizten mit Zinsen, um Anleger in Zertifikate zu locken, die der Bank mehr Ertrag bringen.

Wolfgang List ist Kunde bei einer Sparkasse, seit er vor mehr als 50 Jahren ins Rhein-Main-Gebiet gezogen ist. Er hat mit der Sparkasse sein Eigenheim finanziert, hat dort sein Girokonto, sein Aktiendepot und einen Berater vor Ort. Nun ist er 82, und seine Frau ist schwer erkrankt. Für die Pflegeheimkosten und das, was vielleicht noch auf ihn zukommt, will er 40.000 Euro verfügbar halten. „0,4 Prozent Zinsen pro Jahr haben sie mir dafür angeboten“, sagt der Ingenieur. „Das ist eine Frechheit.“ Nicht einmal die Inflation decke das ab. Aber was soll er machen?
Die Zinsen für Festgeld richten sich nach der Geldpolitik. Aber eben nicht nur. Auch im kommenden Jahr wird der Markt in Bewegung bleiben.
Die Liste ertragreicher Anlagen in diesem Jahr ist lang. Das zeigt der Blick darauf, was jeweils aus 100.000 Euro geworden wäre. Besonders gut abgeschnitten haben Außenseiter und nicht etwa die Anlagefavoriten.
Ein Kredithebel birgt Risiken, aber auch Chancen. Die richtige Strategie kann Vermögensaufbau beschleunigen und Risiken minimieren.
Redakteurin in der Wirtschaft.
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