FAZ 27.11.2025
06:52 Uhr

(+) Krise bei Bosch, ZF und Mahle: „Ein hartes Verbrenner-Aus wäre fahrlässig“


Die Betriebsräte der drei großen Südwest-Zulieferer Bosch, ZF und Mahle fordern, dass die Bundesregierung in Brüssel gegen das faktische Verbrennerverbot nach 2035 kämpft. Die Arbeitnehmervertreter befürchten ansonsten weitere Entlassungswellen.

(+) Krise bei Bosch, ZF und Mahle: „Ein hartes Verbrenner-Aus wäre fahrlässig“

Die Gesamtbetriebsratsvor­sit­zen­den der drei großen baden-württembergischen Autozulieferer Bosch, ZF und Mahle wenden sich mit einer eindring­lichen Mahnung an die deutsche Bundesregierung: Sie fordern die Abkehr vom Verbrenner-Aus im Jahr 2035 und rufen die Verantwortlichen in Berlin dazu auf, dieser Forderung bei EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen mit einer Stimme Nachdruck zu verleihen. „Wir stellen die CO2-Neutralität nicht infrage, aber wir brauchen mehr Zeit, um diesen Wandel hinzubekommen“, sagt Frank Sell, oberster Arbeitnehmervertreter bei Bosch.

Eigentlich ist Alexander Sixt ein Elektroauto-Fan. Gegen die Pläne der EU zum Verbrenner-Aus läuft der Ko-Chef des Mietwagenkonzerns jedoch Sturm. 80 Prozent der gesamten EU seien Ladewüste, sagt er.

Ola Källenius denkt um. Der Schwede will den ältesten Autohersteller der Welt aus der Krise führen. Da liegt einiges vor ihm.

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Wirtschaftskorrespondent für Baden-Württemberg.

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