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08.05.2026
07:50 Uhr
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Nach der deutschen Kapitulation am 8. Mai regierte Hitlers Nachfolger Dönitz in Flensburg unter alliiertem Schutz. Und Churchill plante einen Angriff auf die Rote Armee. Svenja Falk erzählt die Geschichte des Kriegsendes neu.

Dass das „Dritte Reich“ nicht mit der deutschen Kapitulation am 8. und 9. Mai 1945, sondern formal erst mit der Berliner Erklärung der alliierten Siegermächte am 5. Juni endete, ist heute wenig bekannt. Schon vierzehn Tage zuvor, am 23. Mai, hatten britische Soldaten die letzte Reichsregierung unter Großadmiral Karl Dönitz an ihrem Sitz in Flensburg-Mürwik festgenommen und ihre Mitglieder in ein Gefangenenlager in Luxemburg gebracht. Zuvor aber hatte Dönitz mit seinen Ministern gut drei Wochen lang als testamentarisch bestimmter Nachfolger Adolf Hitlers die Geschäfte eines Staates geführt, der nach der Kapitulation der Wehrmacht zwar faktisch nur noch auf dem Papier bestand, aber als Faustpfand und Ansprechpartner der Westalliierten eine historisch bedeutsame Rolle spielte.
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Feuilletonkorrespondent in Berlin.
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