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02.03.2026
13:13 Uhr
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Dubai muss sich nach dem Angriff aus Iran mit einer bitteren Wahrheit abfinden: Kein schöner Schein bewahrt das Emirat davor, genauso verwundbar zu sein wie alle anderen Länder in der Region.

Es ist das blutige Erwachen aus einem märchenhaften Traum, einem vergoldeten Selbstbetrug, einer Illusion so schillernd, als sei sie eine von Scheherazades Geschichten aus Tausendundeiner Nacht: Vor vierzig Jahren beschloss die Herrscherfamilie Al Maktoum, der wirklichen Welt den Rücken zu kehren, um in ihrem Wüsten-Emirat Dubai eine eigene Wirklichkeit zu erschaffen. Schöner, prachtvoller, spektakulärer, unglaublicher als alles sollte sie sein, was es ringsum gab. Eine kosmopolitische Oase des Friedens und der Sicherheit in einer gewalttätigen Weltregion sollte aus Dubai werden, ein Ort der Kunstsinnigkeit und Zukunftszuversicht, in dem das Wachstum grenzenlos, der Zufluss an Geld unerschöpflich und der Superluxus das Standardmaß des Alltagslebens ist.
Im Internet liest man viel über Erziehung auf Augenhöhe. Doch um ein Kind lebensfähig zu machen, müssen Eltern manchmal das letzte Wort haben. Nicht um es zu brechen, sondern um es zu versorgen.
Die Hatz auf Rainer W., der auf Youtube als „Drachenlord“ Videos produzierte, hat im deutschsprachigen Netz unselige Tradition. Die Trolle können nicht von ihm lassen, das zeigt sich auch jetzt im Irankrieg wieder.
Bei „Hart aber fair“ wird die Hoffnung auf einen raschen Sturz des Mullah-Regimes in Iran nach dem Tod des verhassten Ajatollahs von einem Diskutanten besonders infrage gestellt.
Verantwortlicher Redakteur für das Reiseblatt, stellvertretender Ressortleiter des Feuilletons.
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