FAZ 13.02.2026
06:00 Uhr

(+) Konvertiten zum Judentum: Jüdische Arier


Sie waren Menschen, die es nach der NS-Logik eigentlich nicht hätte geben dürfen: Die zum Judentum Konvertierten. Ihr Schicksal liegt noch weitgehend im Dunkeln.

(+) Konvertiten zum Judentum: Jüdische Arier

Am 26. März 1934 konvertierte Paula Winkler, die Frau des Philosophen Martin Buber, bei einem orthodoxen Berliner Rabbiner zum Judentum. Es war nicht ihre erste Konversion. Bereits 1907, mehrere Jahre nachdem die beiden bereits zwei gemeinsame Kinder hatten und Paula Winkler öffentlich ihre Sympathien für das Judentum und den Zionismus bekundet hatte, war sie bei einem liberalen Rabbiner zum Judentum übergetreten. Nahida Remy konvertierte nur einmal, im Jahre 1895, als sie den fünfundzwanzig Jahre älteren Begründer der Völkerpsychologie, Moritz Lazarus, heiratete. In ihrer autobiographischen Schrift „Ich suchte Dich“ beschreibt sie in der dritten Person, wie „Nahida“ oder „die junge Deutsche“ zum Judentum fand. Bereits vier Jahre vor ihrer Konversion hatte sie mit dem Buch „Das jüdische Weib“ einen der ersten Versuche unternommen, jüdische Frauengeschichte zu schreiben.

Mit niemandem hatte ich so lange zusammengelebt wie mit meinen Haustieren. Am Beispiel meiner Katze Dorota habe ich verstanden, warum niemand so zu sterben versteht wie sie.

„Die Scham muss die Seite wechseln“ heißt das Buch von Gisèle Pelicot. Darin legt sie Zeugnis ab – von dem Prozess gegen ihre Vergewaltiger, von ihrem Leben davor und danach. Exklusiver Auszug aus einem Dokument von beeindruckender Selbstbehauptung.

Mahnaz Mohammadi ist eine der mutigsten Stimmen des iranischen Widerstands. Diese Woche feiert ihr Film „Roya“ Premiere auf der Berlinale. Ein Gespräch über das westliche Iran-Bild – und den Kampf der Opposition.

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