FAZ 29.11.2025
08:00 Uhr

(+) Konflikte und Umfragetief: Ist die Berliner SPD noch zu retten?


Die SPD liegt in der Hauptstadt in den Umfragen auf Platz fünf. Den Ernst der Lage haben viele Genossen offenbar nicht verstanden – sie verlieren sich in ideologischen Debatten.

(+) Konflikte und Umfragetief: Ist die Berliner SPD noch zu retten?

Zehn Monate vor der Wahl des Abgeordnetenhauses setzt die Berliner SPD alles auf eine Karte, auf den Heilsbringer aus Hannover: Steffen Krach. Der amtierende Regionspräsident ist eloquent, hat den Ruf des Kümmerers und beherrscht das politische Alltagsgeschäft, wie er in Berlin als Staatssekretär für Wissenschaft bewiesen hat. Vor allem aber ist Krach ein Pragmatiker. Sollte der Spitzenkandidat auch noch zum alleinigen Landesvorsitzenden gewählt werden, besäße er eine Machtfülle, die nicht einmal Klaus Wowereit auf sich vereinen konnte.

Beim Bundeskongress der Jusos muss die Parteivorsitzende Bärbel Bas viel Kritik zu ihrer Bürgergeldreform einstecken. Juso-Chef Philipp Türmer appelliert an die Parteispitze, mehr zu kämpfen.

Eine Volksinitiative will Männer und Frauen für Armee oder Zivildienst verpflichten. Das Anliegen stieß anfänglich auf starken Zuspruch. Doch kurz vor der Volksabstimmung überwiegen Bedenken.

Der Landesverband in Sachsen-Anhalt bietet auf einem Parteitag tiefe Einblicke in seine innere Zerrüttung. Nach dem Rausschmiss des halben Vorstands liegt die Partei nun voll auf Wagenknecht-Kurs.

Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

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