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02.01.2026
11:08 Uhr
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Aufbruch in eine neue Zeit: Der Neujahrswunsch des Bundeskanzlers zeigt, wie der Klimawandel heute bis zur Unkenntlichkeit normalisiert wird. Eine verpasste Chance.

Einen Wintereinbruch, wie ihn Deutschland in diesen ersten Tagen des Jahres 2026 erlebt, hat es seit anderthalb Jahrzehnten nicht mehr gegeben. Der Winter ist zurück, hurra! Alles doch halb so wild mit der Erderwärmung? In der Tat, so funktioniert unser Geist: Der nächstliegende Gedanke, die komfortabelste und am meisten entlastende Idee, die einem in den Sinn kommt, ist die willkommenste – gleich, wie weit sie von der Realität entfernt ist. Nicht nur die Wirtschaft, auch die Klimapolitik ist zur Hälfte Psychologie. Der Bundeskanzler hat in seiner gefeilten Neujahrsansprache sehr genau befolgt, wie rhetorisch vorzugehen ist, wenn die Menschen nicht hören wollen und sollen, wie die Lage wirklich ist, sondern wie wir sie am liebsten beschrieben haben.
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Verantwortlicher Redakteur für das Ressort „Wissenschaft“.
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