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20.11.2025
20:51 Uhr
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Berlin wird für zehn Jahre je 100 Millionen Euro in einen Fonds zum Schutz des Regenwaldes einzahlen. Damit ist Deutschland das zweite EU-Land, das einen größeren Beitrag zusagt.

Carsten Schneider hat auf seiner ersten Weltklimakonferenz sichtlich Freude an der versammelten Internationalität. „Bom dia, dear friends“, sagt er, wenn ein Auftritt losgeht. „Good to see you.“ Er sagt in Belém aber auch andere Wörter, „Bundeshaushaltsordnung“ zum Beispiel. Die hat seine Auftritte in Brasilien ein bisschen unangenehmer gemacht. Denn immer wieder wurde Schneider gefragt, wie viel Deutschland denn nun geben werde für einen Fonds zum Schutz des Regenwaldes. Schneider musste dann stets sagen: Sorry, wir stimmen uns noch ab in der deutschen Regierung. Bundeshaushaltsordnung.
Auf der Weltklimakonferenz will Brasilien zeigen, wie ein Ende für Kohle, Öl und Gas aussehen könnte. Präsident Lulas Fahrplan hat viele Unterstützer – aber längst nicht genug. Der Blick geht auch nach China.
Bundesumweltminister Schneider wirbt auf der Weltklimakonferenz in Belém für „gerechte Übergänge“. Und stellt eine Stadt in der Niederlausitz als Vorbild vor.
Im Klimaschutz-Index der NGO Germanwatch rutscht Deutschland ab. Vor allem den starken Fokus auf Gas kritisiert sie. Lob gibt es wie immer für Kopenhagen.
Redakteur in der Politik.
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