Vielleicht hätte ihnen ein Licht aufgehen sollen, als sich die Flammen minutenlang durch das Plastikzelt des Länderpavillons fraßen und alle nach draußen drängten. Zu Tausenden, ohne jede Panik, strömten die Teilnehmer des Klimagipfels ins Freie. Die Offiziellen, die Delegierten und Helfer, die Berichterstatter und Fotografen, die Indigenen in ihrer Tracht und vor allem: die sogenannten Beobachter. Sie, die mit den gelb markierten Namensschildern, waren nicht nur viele, sie waren vor allem eins: auffällig jung. Hätten an diesem Donnerstagnachmittag diejenigen, die auf dem Klimagipfel COP30 von Belém das Sagen hatten, auch nur einen Moment darüber nachgedacht, warum diese vielen jungen Menschen zwei Wochen lang vor den verschlossenen Türen ausharrten, sie hätten so kurz vor den entscheidenden Verhandlungsstunden einen wichtigen Realitätstest bestanden. Um sie nämlich ging es in Wahrheit: um die Welt der Jungen.
