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03.03.2026
07:52 Uhr
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Die Politik in Deutschland will Social Media für Kinder und Jugendliche beschränken. Das ist nicht falsch. Nur gibt es da ein nicht zu unterschätzendes Problem: die EU-Kommission.

Die Lage ist eindeutig und derart beunruhigend, dass fraglos Handlungsbedarf besteht: Kinder und Jugendliche sind suchtfördernden Mechanismen bei der Nutzung der sogenannten sozialen Medien ausgesetzt. Zudem werden sie dort mit Inhalten konfrontiert, die kaum dazu geeignet sind, von Kindern und Jugendlichen konsumiert zu werden, wie Gewaltdarstellungen, Selbstgefährdung oder Pornographie. Eindeutig ist auch, dass die meisten dieser Plattformen vieles sind, nur eben nicht sozial. Und vor allem, dass sie trotz unzähliger Zusagen in Hekatomben von Konferenzen, Taskforces und sonstigen Befassungsrunden diese Risiken nicht in den Griff bekommen wollen oder können.
Gewalt, Pornographie, Extremismus: Dass soziale Netzwerke jungen Menschen schaden können, bezweifelt niemand mehr. Nun soll ein Social-Media-Verbot das Allheilmittel sein. Doch die Wirklichkeit ist komplizierter.
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Als Sabrina zehn war, versuchte sie, sich das Leben zu nehmen. Inzwischen ist sie chronisch depressiv wie alarmierend viele Kinder und Jugendliche. Experten sagen: Wir müssen dringend handeln.
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