In Flüssen und Seen nimmt die Konzentration an Trifluoressigsäure, TFA, zu. Dabei handelt es sich um eine Substanz aus der Gruppe der Ewigkeitschemikalien. Seit einigen Jahren steigen die Konzentrationen so stark, dass die Wasserversorger an Bodensee und Hochrhein im vergangenen Jahr Alarm schlugen. Innerhalb von acht Jahren hatte sich die Konzentration der mittlerweile als fruchtbarkeitsschädigend geltenden Substanz im Fluss verdoppelt – Tendenz weiter steigend. Bei Weil am Rhein an der Grenze zur Schweiz waren die Konzentrationen vor dem Jahr 2000 relativ konstant, seitdem steigen sie exponentiell. In Gewässern und Böden wird TFA nicht abgebaut, sondern reichert sich an. Aus Wasser lässt sich der Stoff nur mit extrem energieaufwendigen Membranverfahren entfernen, und das sei, betonen die Wasserversorger, nicht zu finanzieren.
