FAZ 11.12.2025
19:15 Uhr

(+) Jörg Magenau über Walser: Unser war er nie, „der Martin“ nur im See


Lob als Lebenselixier: Jörg Magenau versammelt im Buch „Die Kunst der Zustimmung“ all seine Texte über Martin Walser und wird dabei dem Titel vollkommen gerecht.

(+) Jörg Magenau über Walser: Unser war er nie, „der Martin“ nur im See

Allüberall, auf jeden Fall aber zwischen Neckar und Bodensee, überlegen die Verwalter des literarischen Erbes der Bundesrepublik, ob sie zum hundertsten Geburtstag von Martin Walser im März 2027 eine Party machen sollen, und wenn ja, wie groß, und wer darf auf ihr etwas sagen? Es kräht ja nun schon so lange kein Hahn mehr nach Walser, der einmal als Großschriftsteller galt, dass in einer Zeit knapper Mittel und neuer Namen gefragt wird: Müssen wir das, und wenn ja, für wen? Oder: Was schulden wir Martin Walser? Einiges, sollte man denken.

In der Münchner Pinakothek der Moderne ehrt Thomas Scheibitz mit „A Tribute to Hermann Glöckner” einen Altmeister der Moderne.

Moral ist nicht nur eine Frage des Sollens, sondern auch eine Tatsache, behauptet Markus Gabriel. Damit stellt er die Mehrzahl der Positionen in der Philosophie infrage. Doch sein „neuer Realismus“ hat einige Mängel.

Erst 1997 wurde Vergewaltigung in der Ehe strafbar. Hannah Davies hat den zwanzig Jahre langen Kampf um den Paragraphen 177 dokumentiert – und die kruden Argumente gesammelt, mit denen er verteidigt wurde.

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