FAZ 02.03.2026
15:01 Uhr

(+) Irankrieg: Trump will es aller Welt zeigen


Dass man sich über seine Ambitionen als „Friedenspräsident“ lustig macht, hat Donald Trump gemerkt. Jetzt will der US-Präsident einen anderen Eintrag in die Geschichtsbücher.

(+) Irankrieg: Trump will es aller Welt zeigen

Donald Trump hat die folgenreichste Entscheidung seiner Präsidentschaft getroffen. Mit dem Krieg gegen Iran ist er ins Risiko gegangen und hat sich endgültig zum Interventionisten gewandelt. Dieser Tage wurde John Bolton, Trumps zeitweiliger Nationaler Sicherheitsberater, gefragt, was er der MAGA-Bewegung sagen würde, die Trump gewählt habe, weil er ihr versprochen hatte, keine neuen Kriege zu beginnen. Der Falke Bolton, den Trump einst entlassen hatte, weil er ihm vorwarf, seine Ratschläge könnten Amerika in den Dritten Weltkrieg führen, erwiderte süffisant: Die Leute hätten den Fehler gemacht, zu glauben, Trump verfüge über eine verlässliche Sicherheitsstrategie. Das tue er nicht.

Showdown im Kongress: Durfte Trump in den Irankrieg ziehen? Muss er sich Angriffe genehmigen lassen? Der Außenminister liefert eine neue Rechtfertigung.

AfD, Linke und das BSW sehen den Angriff auf Iran kritisch. Doch die Gründe dafür sind unterschiedlich.

Trump empfängt Bundeskanzler Merz zum dritten Mal im Weißen Haus. Der Irankrieg steht dabei im Vordergrund – und könnte andere wichtige Themen überlagern.

Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

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