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02.03.2026
20:31 Uhr
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Die Preise für Öl und Gas steigen deutlich. Der Hauptexporteur von Flüssiggas, Qatar, fällt vorerst aus. Je länger der Krieg dauert, desto härter könnte es Europa treffen.

Die Energiemärkte haben am Montag stark auf die Turbulenzen im Nahen Osten reagiert. Sowohl auf dem Gas- als auch auf dem Ölmarkt geht die Sorge um, dass sich Europa und Asien mittelfristig auf ein knapperes Angebot und somit merklich höhere Preise einstellen müssen. Die Rohstoffbörsen zeigten am Montag schon eine deutliche Reaktion auf den Angriff der USA und Israel auf Iran. Gas wurde im Großhandel zwischenzeitlich für mehr als 47 Euro je Megawattstunde gehandelt, das waren 49 Prozent mehr als vergangene Woche. Es dürfte sich um den größten Preisanstieg seit der Energiekrise im August 2023 handeln. Auch der Ölpreis legte am Montag deutlich auf knapp 70 Euro je Barrel zu, ein Plus von mehr als zehn Prozent gegenüber Freitag.
Die allermeisten Lieferungen aus der Straße von Hormus gehen nach Asien. Dort richten sich die Blicke schon auf die Notreserven. Mehrere Regierungen richten Krisenstäbe ein.
Die iranische Insel Kharg ist ein gewaltiges Ölterminal. Nimmt man sie ein, fließt praktisch kein Tropfen mehr aus dem Land. Schon in der Carter-Ära wurde diskutiert, Kharg zu besetzen. Jetzt findet die Idee neuen Zuspruch.
Gabriel Felbermayr, der neue „Wirtschaftsweise“, sieht im Irankrieg auch Chancen für die hiesige Wirtschaft. Und er hält eine Begrenzung der Spritpreise für machbar.
Redakteurin in der Wirtschaft.
Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.
Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.
Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.
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