FAZ 08.05.2026
10:08 Uhr

(+) Hype oder Heilung: Wie gut ist die Mitochondrien-Medizin?


Geschädigte Mitochondrien sollen an Depressionen, Unfruchtbarkeit und sogar Krebs schuld sein. Was ist dran – und wer sollte seine Zellfitness testen lassen?

(+) Hype oder Heilung: Wie gut ist die Mitochondrien-Medizin?

Von Depressionen, Angstzuständen, Unfruchtbarkeit und erektiler Dysfunktion bis hin zu Gicht, Migräne, Autoimmunerkrankungen und sogar Krebs, Herzerkrankungen, Alzheimer, Demenz und Typ-2-Diabetes – für all dies soll es eine Ursache geben: gestörte Mitochondrien. Geschädigte Zellorganellen als Wurzel allen Übels? Das behauptet zumindest die Ärztin, US‑Autorin und Gesundheitsunternehmerin Casey Means. In den USA ist sie eine prominente Stimme, wurde für das Amt der US‑Chefärztin und als Medizinische Direktorin des Public Health Service nominiert. Auch Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. findet Mitochondrien bemerkenswert. Vergangenen Sommer erklärte er, er könne mit bloßem Auge erkennen, ob Kinder ein Problem mit ihren Mitochondrien hätten. „Man kann es an ihren Gesichtern ablesen“, wusste er zu berichten. Mitochondrien sind eine gute Möglichkeit, für Aufmerksamkeit zu sorgen.

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Verantwortliche Redakteurin für das Ressort „Wissenschaft“.

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