Schamgefühle gehören neben Praktikabilitätsgründen zu den häufigsten Gründen, warum Menschen mit Schwerhörigkeit Hörhilfen ablehnen. Hörgeräte werden noch immer mit Schwäche und Altwerden assoziiert, und viele befürchten negative Reaktionen im sozialen Umfeld. Dazu kommt, dass viele Betroffene ihr eigenes Hördefizit lange unterschätzen, was eine Korrektur durch Hörgeräte und eine schnelle Eingewöhnung verzögert – mit dem Ergebnis, dass bis ins hohe Alter keine Hörhilfen getragen werden. Doch Schwerhörigkeit ist kein Komfort-Problem, sie birgt eine Gefahr: Denn wer nicht gut hört, hat ein nachweisbar erhöhtes Demenzrisiko.
