Meine Prioritäten liegen erstens in der Einsatzbereitschaft. Wir müssen die Einsatzbereitschaft des Heeres auf dem Weg zur Kriegstüchtigkeit weiter erhöhen. Jeder Tag zählt, und wir haben wenig Zeit. Der Feind wartet nicht auf unsere Fertigmeldung. Die zweite Priorität gilt dem Aufwuchs. Wir müssen wachsen, dafür schafft der Gesetzgeber mit dem neuen Wehrdienstgesetz Voraussetzungen. Dritte Priorität ist für mich Innovation. Die Technologiesprünge, die wir im Krieg Russlands gegen die Ukraine beobachten, müssen wir auch für unser Heer nutzbar machen. Innovation hat eine völlig neue Bedeutung für Landstreitkräfte gewonnen. Ich will, dass wir diese Innovation von unten leben. Innovationen entstehen nach meiner Überzeugung immer da, wo taktische Führer – also Zugführer, Kompaniechefs – ein taktisches Problem zu lösen haben und dann die Lösung dafür finden. Der vierte Aspekt ist eine Führungskultur im Heer, die klar werteorientiert ist, bei der jeder Soldat für unsere freiheitliche Ordnung einsteht, sie als Grundverständnis begreift und nach außen vertritt. Eine Führungskultur, die durch das Beispiel und die Hingabe der Vorgesetzten wirkt.
