FAZ 29.01.2026
12:08 Uhr

(+) Gehypt als „Superfood“: So gesund ist Grünkohl wirklich


Grünkohl heißt jetzt „kale“ und gilt als Superfood. Mittlerweile ist ein regelrechter Kult um das Gemüse aus Omas Garten entstanden. Was ist dran?

(+) Gehypt als „Superfood“: So gesund ist Grünkohl wirklich

Das Licht ist gedämpft, Tischtücher und Servietten weiß, das Essen auf den Tellern sorgsam angerichtet. In dem kleinen Oldenburger Biorestaurant „Seidenspinner“ trifft sich, wer schick und mit gutem Gewissen essen will. Auf der Karte steht viel Vegetarisches und außerdem Grünkohl, das traditionelle Oldenburger Wintergemüse. Der Klassiker wird rustikal serviert: die krausen Blätter fein gehackt und weichgekocht, mit Bratkartoffeln und einer norddeutschen Grützwurst, die Pinkel heißt. Vom Teller steigt würziger Duft auf. Der Kohl dampft, zergeht auf der Zunge. Herb und ein wenig süß schmeckt er und erinnert an winterliche Mahlzeiten bei Oma auf der Küchenbank.

40 Jahre hat Luitgard Richter-Eisenberg als Lehrerin gearbeitet. Sie sagt: Heute neigten Eltern dazu, die Schuld bei der Schule zu suchen, wenn etwas nicht laufe – nicht bei den Kindern. Und trotzdem gebe es Fehler im System.

Das für Barbaresco und Barolo bekannte Weingut Gaja aus dem Piemont überzeugt auch mit seinen Weißweinen: Der Alteni di Brassica ist ein besonderer Sauvignon blanc, weil sich in ihm die Zukunft dieser Weine zeigt.

Eltern, die ständig das Smartphone in der Hand haben, schaden der Entwicklung ihrer Kinder, heißt es. Unsere Autorin entgegnet: Ohne das Gerät lässt sich ein Leben mit Familie und Job heute nicht vereinbaren.

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