FAZ 28.11.2025
17:48 Uhr

(+) Gefangene in Russland: Mit 15 ins Straflager


Der Dokumentarfilm „Politzek“ mahnt die Welt: Vergesst Russlands politische Gefangene nicht. In Berlin feiert das Stück, das ARD und Deutsche Welle zeigen, Premiere. Der Abend ist so bewegend wie der Film.

(+) Gefangene in Russland: Mit 15 ins Straflager

Während Wladimir Putin seinem Machtanspruch nach außen mit seinem brutalen Krieg gegen die Ukraine Ausdruck verleiht, verstärken sich in Russland selbst die Repressionen. Sie treffen mittlerweile sogar Kinder. Arsenij Turbin ist gerade einmal 15, als er wegen seiner angeblichen Teilnahme an terroristischen Aktivitäten zu fünf Jahren Haft in der Strafkolonie verurteilt wird. Er ist einer der jüngsten „Politzeki“. Politzek, das ist die im Russischen gebräuchliche Abkürzung für „politische Gefangene“ – für Menschen, die wegen ihres Engagements für Demokratie und gegen den Krieg in Schauprozessen zu langjährigen Haftstrafen unter menschenunwürdigen Bedingungen verurteilt werden.

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Papst Leo XIV. wird auf seiner ersten Auslandsreise von 81 Journalisten begleitet. Einige machen ihm Geschenke – und folgsam sind sie auch.

Melika Foroutan und Edin Hasanovic spielen als Kommissare im Frankfurter „Tatort“ wieder groß auf und stecken das Terrain ab. Diesmal geht es um eine faschistische Sekte und eine Frau, die nicht glaubt, dass ihre Tochter tot ist.

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