FAZ 23.11.2025
09:59 Uhr

(+) Friedensplan für Ukraine: Wir wollen unseren Enkeln ohne Scham ins Auge sehen


Wie soll man in einer Welt leben, in der das Böse ungestraft bleibt? Gedanken eines ukrainischen Soldaten und Schriftstellers zu der Frage, was vom Friedensplan zu halten ist, den Trump der Ukraine aufzwingen möchte.

(+) Friedensplan für Ukraine: Wir wollen unseren Enkeln ohne Scham ins Auge sehen

In zwei Monaten werden es fünf Jahre sein, die ich beim Militär diene. Ist das viel für einen Zivilisten? Das ist unermesslich viel. Ich mag die Armee als Institution nicht und halte sie für eine grässliche Schöpfung des Staatsapparats. Und es hängt nicht vom Land ab, das diese Armee verteidigt, oder davon, wer sie finanziert. Allgegenwärtige Bürokratie, Schwerfälligkeit, menschliches Versagen, Subordination. All das ist fast allen Armeen der Welt eigen – und weit entfernt von dem Individualismus, den ein Schriftsteller gewohnt ist.

Russland und die USA haben offenbar einen Plan für das Ende des Kriegs in der Ukraine entworfen – ohne Kiew zu beteiligen. Er gründet auf Moskaus Forderungen.

Putins Krieg gegen die Ukraine ist für Xi Jinping ein kostbares Geschenk: Peking nutzt den Konflikt, um Moskau abhängig zu halten – und Europa zu spalten. Doch Moskaus Wende nach Osten dürfte kaum von Dauer sein.

Die Ukraine und ihre Unterstützer ringen in Johannesburg und Genf um eine Antwort auf Trumps 28-Punkte-Plan. Sie wollen das Schlimmste verhindern.

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